RegelmĂ€ĂŸig lĂ€dt unser Vorstand Albert Kehrer ein inspirierendes Role Model der LGBT*IQ Community oder einen LGBT*IQ Ally zum GesprĂ€ch ein. Freuen Sie sich auf einen interessanten Austausch ĂŒber Vorbilder und Sichtbarkeit in der LGBT*IQ Community.

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der gast des tages
© Sandra Jana Vollmer

Sandra Vollmer
Vorstand Finanzen und HR bei der 1&1 Mail & Media Applications SE
Platz 2 PROUTExecutives 2021

Sandra Vollmer verantwortet die finanzseitige Steuerung des Teilkonzerns 1&1 Mail und Media bekannt unter den Marken Web.de und GMX. Im Fokus steht insbesondere auch die Begleitung des Umbaus zu einem Datenplattform-basierenden, digitalen GeschĂ€ftsmodell und den damit einhergehenden VerĂ€nderungsprozessen.  DarĂŒber hinaus verantwortet Sie in der Shared Service Gesellschaft des Konzerns United Internet die Funktionen Corporate Controlling, Accounting, Tax und Procurement.

Chancengleichheit ist fĂŒr Sandra Vollmer selbstverstĂ€ndlich, am Ende geht es im Business Kontext doch im Wesentlichen darum, kompetente Mitarbeitende mit spannenden Aufgaben zu begeistern und Höchstleistungen zu liefern. Dabei sind NationalitĂ€t, ethnische Herkunft, Religion, Geschlecht und geschlechtliche IdentitĂ€t, Alter, Behinderung oder sexuelle Orientierung wirklich völlig unerheblich, sondern reflektieren viel mehr die RealitĂ€t einer modernen Gesellschaft, der wir andererseits ja wiederum unsere Produkte und Dienstleistungen bereitstellen.

In der RealitĂ€t trifft man leider noch immer auf Menschen die Chancengleichheit nicht vollumfĂ€nglich akzeptieren und teils traditionelle, veraltete Weltbilder vertreten. Deshalb ist es fĂŒr Sandra Vollmer von großer Bedeutung jeden Tag aufs Neue ihr eigenes VerstĂ€ndnis von Chancengleichheit aktiv vorzuleben, beispielsweise in der Besetzung von Projekten, Stellen und FĂŒhrungspositionen. DarĂŒber hinaus unterstĂŒtzt Sandra Vollmer individuelle, unternehmensinterne Initiativen, beispielsweise die Förderung von Frauen in FĂŒhrungspositionen. Ihr Outing im beruflichen Kontext erfolgte im Dezember 2020, sodass die eigene Transition, also die Akzeptanz und das “Ankommen” als Frau im Vordergrund standen.

RegelmĂ€ĂŸig lĂ€dt unser Vorstand Albert Kehrer ein inspirierendes Role Model der LGBT*IQ Community oder einen LGBT*IQ Ally zum GesprĂ€ch ein. Freuen Sie sich auf einen interessanten Austausch ĂŒber Vorbilder und Sichtbarkeit in der LGBT*IQ Community.

der gast des tages

© Dr. Ernesto Marinelli, SAP SE

Dr. Ernesto Marinelli
Senior Vice President, Head of Human Resources for Global Customer Success bei SAP
Platz 10 der Germany’s Top 100 Out Executives 2019


Ernesto verfĂŒgt ĂŒber mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bereich Human Resources. Er ist derzeit Global Head of HR fĂŒr die Customer Success Organisation bei SAP. Ernesto ist ein erfahrener und zielorientierter HR Senior Executive mit umfassender Erfahrung in der UnterstĂŒtzung der Vertriebs- und Serviceorganisation sowie der Entwicklungsgruppen. Ernesto ist es gewohnt, in einem internationalen Umfeld zu arbeiten. Er ist stark in der Transformationsarbeit und verfĂŒgt ĂŒber fundiertes Fachwissen in allen relevanten HR-Prozessen mit einer ausgeprĂ€gten FĂ€higkeit, langfristige Partnerschaften aufzubauen. Er spricht Italienisch und Deutsch, spricht fließend Englisch und hat gute Kenntnisse in Französisch und Spanisch. Er kam 2005 als Recruiter zu SAP und hatte verschiedene Funktionen innerhalb der HRBP-Organisation inne. Ernesto hat einen Master-Abschluss in allgemeiner Linguistik und einen PHD in deutscher Linguistik an der UniversitĂ€t WĂŒrzburg in Deutschland erworben.

RegelmĂ€ĂŸig lĂ€dt unser Vorstand Albert Kehrer ein inspirierendes Role Model der LGBT*IQ Community oder einen LGBT*IQ Ally zum GesprĂ€ch ein. Freuen Sie sich auf einen interessanten Austausch ĂŒber Vorbilder und Sichtbarkeit in der LGBT*IQ Community.

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© Lichtbildatelier Eva Speith, Darmstadt

Philip Heßen

Head of HR Strategy & Transformation bei Merck
Platz 6 auf der TOP 100 OUT EXECUTIVES-Liste 2020

Philip Heßen ist seit 2014 im Wissenschafts- und Technologiekonzern Merck tĂ€tig. Begonnen hat er als globaler Rewards Leiter, war zwischenzeitlich Personalleiter in Deutschland und verantwortet seit 2019 die globale People und HR Strategie des Konzerns.

Seine berufliche Karriere hat er im Siemens Konzern begonnen und verantwortete unter anderem die EinfĂŒhrung einer aktienbasierten Incentive- und Mitarbeiteraktienkultur. 2011 wechselte er als globaler Rewards und Executive HR Leiter in das Hightech-Unternehmen OSRAM und begleitete unter anderem den Börsengang des Unternehmens und damit den Spin-off vom Mutterkonzern Siemens.

Einmal im Monat lĂ€dt unser Vorstand Albert Kehrer ein inspirierendes Role Model der LGBT*IQ Community oder einen LGBT*IQ Ally zum GesprĂ€ch ein. Freuen Sie sich auf einen interessanten Austausch ĂŒber Vorbilder und Sichtbarkeit in der LGBT*IQ Community.

der gast des tages

© Kieran Harnett

Margot Slattery
Global Chief Diversity & Inclusion Officer, Sodexo Group

Als Global Chief Diversity & Inclusion Officer fĂŒr die Sodexo-Gruppe ist Margot fĂŒr die strategische Ausrichtung, Umsetzung und Koordination der globalen Initiativen fĂŒr Vielfalt und Inklusion verantwortlich.

Die in Limerick geborene Margot kam in den frĂŒhen 1990er Jahren zu Sodexo Irland und war vor ihrer jetzigen Funktion von 2015 bis 2019 Country President von Sodexo Irland. FĂŒr ihre Arbeit an der erfolgreichen Umsetzung eines “inclusive leaderships” in Irland wurde Margot regelmĂ€ĂŸig in den Top 100 LGBT Business Leaders der Financial Times aufgefĂŒhrt und wurde vom französischen Botschafter in Irland zum Chevalier de l’Ordre National du MĂ©rite ernannt. DarĂŒber hinaus wurde sie mit vielen weiteren Business- und Fachauszeichnungen aus Irland und dem Ausland bedacht.

Sodexo erbringt Dienstleistungen, die die LebensqualitÀt von Kunden aus den Bereichen Wirtschaft und Industrie, Bildung, Finanzen, Pharma und Gesundheitswesen verbessern. Dazu gehören Lebensmitteldienstleistungen, der Aufbau von Infrastruktur, Facility- und Immobilienmanagement, die Optimierung des Arbeitsplatzes, Wellness-Erlebnisse, persönliche und hÀusliche Pflegeleistungen.

Interview mit Dr. Jean-Luc Vey zum Nominierungsstart der PROUT PERFORMER-Listen

“Listen, wie PROUT PERFORMER, zeigen, dass es möglich ist, offen mit SexualitĂ€t und GeschlechteridentitĂ€t umzugehen und gleichzeitig erfolgreich im Beruf zu sein.”

Hallo Jean-Luc. Danke schon einmal fĂŒr deine Zeit und deine Bereitschaft fĂŒr dieses Interview. PROUT AT WORK veröffentlicht in diesem Jahr zum ersten Mal die neuen PROUT PERFORMER-Listen. Wie kommt es dazu?

 

Jean-Luc Vey: Zuerst einmal möchte ich mich bei allen Beteiligten an den GERMANY’S TOP 100 OUT EXECUTVES bedanken, die die Liste ĂŒber die letzten drei Jahre so erfolgreich gemacht haben. Das sind vor allem die Vorbilder, die es auf eine der Listen geschafft haben, aber auch alle, die sich haben nominieren lassen. Außerdem bedanke ich mich bei jenen, die ihre Kolleg_innen und Kontakte nominiert haben. Ein besonderer Dank gilt aber vor allem auch der Jury und unseren Kooperationspartner_innen.

Sie haben damit alle einen großen Teil zur Sichtbarkeit der LGBT*IQ-Community in Deutschland beigetragen. Denn die Listen haben gezeigt, dass es möglich ist, im Berufsalltag offen zu seiner sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen IdentitĂ€t zu stehen, ohne negative berufliche Konsequenzen zu erfahren. Die Platzierten fungieren mit ihrem Engagement fĂŒr die Gleichberechtigung und Chancengleichheit von LGBT*IQ am Arbeitsplatz damit als Rollenbilder fĂŒr die ganze LGBT*IQ-Community und darĂŒber hinaus.

PROUT AT WORK hat die Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner zum Jahreswechsel beendet. Uns liegt aber das Thema Sichtbarkeit fĂŒr LGBT*IQ in der Arbeitswelt immer noch sehr am Herzen. Daher haben wir entschieden, die Listen unter neuen Namen fortzufĂŒhren, weiterzuentwickeln und in diesem Jahr allein zu veröffentlichen. Out am Arbeitsplatz zu sein soll die Regel und keine Ausnahme sein. DafĂŒr werden wir uns auch in Zukunft mit unseren vielfĂ€ltigen Projekten einsetzen.

Warum sind derartige Listen so wichtig?

 

Jean-Luc Vey: Wie bereits angedeutet geht es dabei vor allem um Sichtbarkeit. Immer noch belegen Studien, dass viele LGBT*IQ-Studierende sich nach ihrem Start ins Berufsleben wieder verstecken, aus Angst, dass ihr Outing negative Auswirkungen auf ihre Karriere hat. Listen, wie PROUT PERFORMER, zeigen, dass es möglich ist, offen mit SexualitĂ€t und GeschlechteridentitĂ€t umzugehen und gleichzeitig erfolgreich im Beruf zu sein. Das gibt anderen Menschen das nötige Selbstvertrauen, sich ebenfalls zu outen. Und das ist wiederrum erwiesenermaßen mit positiven Effekten auf die Psyche und auf die ProduktivitĂ€t am Arbeitsplatz verbunden.

Was ist denn der Unterschied der PROUT PERFORMER-Listen zu den ehemaligen TOP 100 OUT EXECUTIVE Listen?

 

Jean-Luc Vey: Um die PROUT PERFORMER-Listen noch attraktiver zu gestalten haben wir im ersten Schritt begonnen, eine Umfrage unter alten Platzierten durchzufĂŒhren, um herauszufinden, an welchen Stellen noch Verbesserungspotenzial gesehen wird. Dieses Feedback haben wir uns in der anschließenden Konzeption zu Herzen genommen und in die Gestaltung der neuen Listen einfließen lassen. Daher haben wir bei den PROUT PERFORMERN-Listen die verschiedenen Kategorien stĂ€rker voneinander abgegrenzt und so beispielsweise eine eigene Liste fĂŒr KMUs geschaffen. Aber auch Executive Allies werden nun auf einer Liste gewĂŒrdigt. Eine weitere Besonderheit ist, dass wir nur noch die obersten PlĂ€tze der Liste mit gesonderten RĂ€ngen ausweisen, da wir keine Konkurrenz zwischen den einzelnen Platzierten schaffen möchten.

Warum dann aber die oberen PlÀtze trotzdem mit Rangfolge?

 

Jean-Luc Vey: Das liegt daran, dass es dennoch einige Personen gibt, die sich im vergangenen Jahr ganz besonders herausragend fĂŒr die LGBT*IQ-Chancengleichheit am Arbeitsplatz eingesetzt haben – durch wichtige Initiativen, neue Projekte oder sonstige AktivitĂ€ten. Diesen möchten wir durch die Hervorhebung an der Spitze der Liste noch einmal besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen.

Welche Rolle spielt dabei die PROUT PERFORMER-Jury?

 

Jean-Luc Vey: Auch mit der Jury sind wir vorher ins GesprĂ€ch gegangen. Wir sind stolz darauf, wieder derart hochkarĂ€tige Personen fĂŒr die Sache zu gewinnen. Doch uns ist auch bewusst, dass durch ihre wichtige Position in ihren Unternehmen oft die Zeit fehlt, jeden Kandidaten einzeln zu bewerten – das kam auch im direkten Feedback heraus.

Daher erfolgt in diesem Jahr die erste Bewertung durch die PROUT AT WORK-Foundation, die anhand der ĂŒbertragenen Informationen und Kriterien festlegt, wer einen Platz auf der Liste erreicht und wer durch seine besonderen AktivitĂ€ten eine Chance auf einen der oberen PlĂ€tze erlangt. Diese werden dann gebeten, sich in einem Video der Jury vorzustellen, welche dann durch ihre Bewertung die oberen RĂ€nge festlegt. So konnten wir uns die prominenten Jury-Mitglieder sichern und fĂŒr die Nominierten dennoch einen attraktiven Bewertungsprozess gewĂ€hrleisten.

Wie kann man seine Vorbilder fĂŒr die PROUT PERFORMER-Listen nominieren?

 

Jean-Luc Vey: Eine Nominierung ist ab sofort ĂŒber unsere Website möglich. Diese ist unter proutperformer.de erreichbar. Wir sind gespannt auf alle Einreichungen und freuen uns darauf, gemeinsam mit unserer Community mehr Sichtbarkeit fĂŒr LGBT*IQ am Arbeitsplatz zu schaffen.

Danke Jean-Luc fĂŒr dieses Interview!