BUNDESFREIWILLIGENDIENST BEI PROUT AT WORK

‚ÄěMir ist es wichtig, dass alle Menschen die M√∂glichkeit haben, offen mit ihrer Sexualit√§t umzugehen ohne Angst vor Diskriminierung.‚Äú

Nach meinem Schulabschluss 2021 stand ich vor der gro√üen Frage, was ich mit meinem Leben eigentlich anfangen will. Mir war klar, dass ich mich nicht sofort in eine Ausbildung oder ein Studium st√ľrzen, sondern erst ein wenig praktische Erfahrung sammeln m√∂chte. Auf meiner Suche nach einer geeigneten BFD-Stellen habe ich PROUT AT WORK entdeckt und war sofort begeistert von der Arbeit, die die Stiftung leistet.

Warum LGBT*IQ?

Ich bin in einer Familie und einem Freundeskreis aufgewachsen, in dem das Thema LGBT*IQ zwar nicht allt√§glich, aber dennoch immer wieder pr√§sent war. Dadurch habe ich fr√ľh angefangen, mich mit den verschiedenen Dimensionen der Community und auch mit meiner eigenen Verbindung zu LGBT*IQ auseinanderzusetzen. Im Laufe der Zeit bem√ľhte ich mich, im Alltag und auf meinen privaten Social-Media-Kan√§len immer wieder auf verschiedene Awareness Tage und die Belange der LGBT*IQ-Community hinzuweisen.

Dass ich auf PROUT AT WORK als Einsatzstelle gesto√üen bin, war ein gro√üer Zufall. Die Chance, mich f√ľr dieses Thema noch st√§rker einsetzen zu k√∂nnen, wollte ich auf jeden Fall ergreifen. Mir ist es wichtig, dass alle Menschen die M√∂glichkeit haben, offen mit ihrer Sexualit√§t umzugehen ohne Angst vor Diskriminierung, sei es im Alltag, in der Schule oder in der Arbeit.

Inwiefern bereichert mich der Bundesfreiwilligendienst bei PROUT AT WORK?

Meine Sorge, ich k√∂nnte in der Anfangszeit mehr Arbeit f√ľr meine Kolleg_innen bedeuten, als dass ich ihnen abnehme, war vollkommen unbegr√ľndet. Schon in den ersten Wochen erhielt ich Aufgaben, die ich selbstst√§ndig bearbeiten und abschlie√üend bei einem gemeinsamen Feedback besprechen konnte. Auf diese Weise lernte ich, dass es vollkommen in Ordnung ist, nicht sofort alles perfekt zu beherrschen und Fehler zu machen. Bei Fragen konnte ich auf alle zugehen und auch in stressigen Phasen wurde mir immer geholfen, wodurch ich mich im Team sofort wohlgef√ľhlt habe.

Im Laufe des Jahres bekam ich die M√∂glichkeit, in verschiedenste Projekte und Aufgabenbereiche reinzuschnuppern. So half ich bei der Vorbereitung der j√§hrlichen PROUT AT WORK-Konferenz, erstellte Interviews f√ľr unsere PROUT EMPLOYER und gestaltete Beitr√§ge f√ľr Social Media und die Website.

Ich lernte, mit den verschiedenen Social-Media-Plattformen und Photoshop umzugehen. Der kreative Teil der Arbeit machte mir besonders Spa√ü. Schon bald waren wir ‚ÄěBufdis‚Äú f√ľr genau diese Art der externen Kommunikation gr√∂√ütenteils verantwortlich. Im kleinen Team sprachen wir uns ab, wie wir Postings konzipieren wollen und wann sie ver√∂ffentlicht werden. Wir erstellten den monatlichen Newsletter und hielten die Website aktuell.

Mein gr√∂√ütes Projekt √ľbernahm ich im Fr√ľhling 2022, als mir die unterst√ľtzende Leitung des PRIDE DAY GERMANY zugeteilt wurde. In der Vorbereitungsphase des PRIDE DAY war ich zun√§chst f√ľr die ‚ÄěHintergrundarbeit‚Äú zust√§ndig. Als dann die Hauptphase des Projekts n√§her r√ľckte, z√§hlte auch die direkte Kommunikation mit Unternehmen zu meinen Aufgaben. Am PRIDE DAY GERMANY selbst durfte ich die Koordination der verschiedenen Bereiche bestehend aus Social Media, Website und Kommunikation sogar hauptverantwortlich √ľbernehmen. Trotz der f√ľr mich ungewohnten Verantwortung habe ich mich sehr √ľber die Chance gefreut und einiges an Erfahrung sammeln k√∂nnen.

Mein Fazit:

Als ich meinen Bundesfreiwilligendienst anfing, hatte ich nur eine vage Vorstellung, wie meine Arbeit aussehen w√ľrde. R√ľckblickend kann ich sagen, dass das Jahr abwechslungs- und lehrreicher war, als ich es erwartet h√§tte. Ich habe nicht nur praktische Kenntnisse dazugewonnen, sondern auch gelernt, wie wichtig gute Zusammenarbeit ist. Die Arbeit bei PROUT AT WORK hat mir extrem viel Spa√ü gemacht, wozu auch die offene und entspannte Atmosph√§re im Team beigetragen hat. Mich dabei gleichzeitig f√ľr mehr Gleichberechtigung der LGBT*IQ-Community einzusetzen, ist eine Erfahrung, die ich definitiv nicht missen m√∂chte.

BUNDESFREIWILLIGENDIENST BEI PROUT AT WORK

‚ÄěMir ist es wichtig, dass alle Menschen die M√∂glichkeit haben, offen mit ihrer Sexualit√§t umzugehen ohne Angst vor Diskriminierung.‚Äú

Nach meinem Schulabschluss 2021 stand ich vor der gro√üen Frage, was ich mit meinem Leben eigentlich anfangen will. Mir war klar, dass ich mich nicht sofort in eine Ausbildung oder ein Studium st√ľrzen, sondern erst ein wenig praktische Erfahrung sammeln m√∂chte. Auf meiner Suche nach einer geeigneten BFD-Stellen habe ich PROUT AT WORK entdeckt und war sofort begeistert von der Arbeit, die die Stiftung leistet.

Warum LGBT*IQ?

F√ľr mich als schwuler Mann ist LGBT*IQ nat√ľrlich erst einmal ein sehr pers√∂nliches Thema. Aus diesem Grund bin ich auch schon w√§hrend meines dualen Studiums Mitglied im LGBT*IQ-Netzwerk meines Praxispartners geworden und hatte damit erste Ber√ľhrungspunkte mit Diversity Management und Vielfalt am Arbeitsplatz. Die Netzwerkarbeit hat mein Interesse an diesem Thema dann geweckt und f√ľhrte auch dazu, dass ich meine Bachelorarbeit dem Thema LGBT*IQ am Arbeitsplatz widmete.

Ich selbst habe nur positive Erfahrungen mit dem offenen Leben meiner Sexualit√§t gemacht und bin von den Vorteilen eines Coming Outs am Arbeitsplatz √ľberzeugt ‚Äď ich wei√ü aber auch, dass es nicht allen LGBT*IQ-Menschen so geht und viele noch Angst vor einem Coming Out am Arbeitsplatz haben. F√ľr diese Menschen ist PROUT AT WORK da und dazu m√∂chte ich mit meiner Arbeit einen Teil beitragen.

Inwiefern bereichert mich der Bundesfreiwilligendienst bei PROUT AT WORK?

W√§hrend meiner Zeit bei PROUT AT WORK bin ich pers√∂nlich sehr gewachsen. Das kam vor allem mit der Verantwortung einher, die einem hier von Anfang an √ľbertragen wird. Schon innerhalb der ersten Wochen im Oktober, der am dichtesten getakteten Zeit des Jahres in der Stiftung, konnte ich tatkr√§ftig mithelfen und Erfahrungen sammeln. So durfte ich vor Ort bei unserer LGBT*IQ-Awards-Verleihung dabei sein und die Social-Media-Kan√§le betreuen und auch bei der j√§hrlichen Konferenz vertrat ich PROUT AT WORK am Help Desk und betreute Breakout-Sessions. Zusammen mit der unglaublich herzlichen und offenen Aufnahme in das Team f√ľhlte ich mich also sofort wohl.

Und schon Mitte November bekam ich dann in kompletter Eigenverantwortung ein neues Projekt zugeschrieben: Die PROUT PERFORMER-Listen. Mit den PROUT PERFORMER-Listen machen wir bei PROUT AT WORK LGBT*IQ Vorbilder und Allies des deutschen Arbeitslebens sichtbar, um so zu zeigen, dass ein Coming Out am Arbeitsplatz keine negativen Folgen auf die Karriere haben muss.

Zuerst stand dabei die Konzeptionierung an ‚Äď welche Listen werden ver√∂ffentlicht, wie werden sie beworben, wie sieht der Nominierungsprozess aus usw.
In Abstimmung mit unserem Vorstand entwickelte ich eine grobe Vorstellung, wie die Listen schlussendlich aussehen sollen. Kurz darauf startete dann die Bewerbung via Social Media, um zum ersten Mal auf die neuen Listen aufmerksam zu machen. Hier entwickelte ich zusammen mit meiner BFD-Kollegin Sandra einen Kommunikationsplan und kreierte Postings und Texte. Im Hintergrund lief bereits die Programmierung der Website und des Nominierungsprozesses √ľber unseren IT-Spezialisten, damit Anfang Januar die Nominierungen f√ľr die Liste beginnen konnten. Nach dem Nominierungszeitraum folgte das Briefing unserer Jury-Mitglieder und der Voting-Prozess, an dessen Ende die fertigen Listen feststanden. Mit der Ver√∂ffentlichung Anfang Juni und der gro√üen Resonanz in den Medien kam das Projekt zu einem erfolgreichen Ende. Durch all diese unglaublich unterschiedlichen Aufgabenbereiche konnte ich meine F√§higkeiten im Projektmanagement ausbauen und habe Einblicke in viele neue Gebiete gewonnen.

Neben den PROUT PERFORMER-Listen organisierte ich au√üerdem die neue Event-Reihe PROUT PERFORMER Lunch Talks, bei denen Albert Kehrer ca. alle zwei Wochen ein Vorbild der Community zu einem Gespr√§ch einl√§dt. Diese interessanten Gespr√§che mit bspw. Claudia Brind-Woody von IBM, Nico Hofmann von der UFA oder Sven B√§ring von der Bundeswehr sind zum Nachschauen auf YouTube bereit und sehr zu empfehlen! Bei diesen Gespr√§chen habe ich auch noch einmal sehr viel √ľber die Community und deren Gedanken, Herausforderungen und Erfahrungen gelernt.

Mein Fazit:

Meinen Bundesfreiwilligendienst bei PROUT AT WORK werde ich als eine sehr lehr- und abwechslungsreiche Zeit in Erinnerung halten. Ich habe mich gefreut, durch meine T√§tigkeit die Chancengleichheit von LGBT*IQ am Arbeitsplatz ein St√ľckchen weiter voranzubringen und bin dankbar f√ľr das Vertrauen, das mit entgegengebracht wurde und f√ľr die Erfahrungen, die ich in der Stiftung sammeln durfte.

Bundesfreiwilligendienst f√ľr Chancengleichheit – ein Erfahrungsbericht

“Denn egal ob hetero oder queer, cis oder trans*, jede_r kann dabei helfen, LGBT*IQ Sichtbarkeit zu verschaffen.”

Offenheit, Vertrauen, Toleranz, Weiterentwicklung, Verantwortung, Wertsch√§tzung, Teamarbeit. Diese und noch viel mehr Werte hat mir mein Bundesfreiwilligendienst bei PROUT AT WORK schon n√§hergebracht. Nach meinem Abitur stand ich vor einem Meer an Entscheidungsm√∂glichkeiten f√ľr meinen sp√§teren beruflichen Werdegang. Da f√ľr mich allerdings bald klar war, dass ich vor dem Antritt eines Studiums zuerst praktische Arbeitserfahrung sammeln m√∂chte, kam ich schnell auf den Gedanken einen Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren.

Warum LGBT*IQ?

In meiner ehemaligen Schule stand das Thema LGBT*IQ ziemlich unber√ľhrt im Hintergrund und ich habe auch erst sp√§t damit begonnen, mich privat mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich habe damit angefangen neuen Social Media Seiten zu folgen, queere B√ľcher zu lesen, Podcasts zu h√∂ren, YouTube Videos zum Thema LGBT*IQ anzuschauen.  

Denn egal ob hetero oder queer, cis oder trans*, jede_r kann dabei helfen, LGBT*IQ Sichtbarkeit zu verschaffen. F√ľr mich bekam das Thema mit meiner wachsenden Recherche immer mehr Relevanz, auch in meinem Alltag.

Inwiefern bereichert mich der Freiwilligendienst bei PROUT AT WORK?

Meine Zeit bei PROUT AT WORK besteht selten aus Kaffee kochen, au√üer nat√ľrlich ich m√∂chte selbst einen trinken. Ich wurde schnell in die Arbeit des Teams mit einbezogen und bekam auch bald eigene Aufgaben in verschiedenen Bereichen der Stiftungsarbeit. Mittlerweile arbeite ich haupts√§chlich im Kommunikations- und Social Media Bereich, was mir auch sehr Spa√ü macht.

Abgesehen davon, dass ich vor allem in Bezug auf LGBT*IQ jeden Tag aufs Neue wieder unglaublich viel dazulerne, habe ich bereits besonders viele Erfahrungen in der Teamarbeit gesammelt. Aber auch, wie es ist ab und zu ins kalte Wasser geschmissen zu werden und wie man wieder daraus auftauchen bzw. lernen kann effektiv darin zu schwimmen. Vor allem aber habe ich gelernt, dass es okay und absolut normal ist, nicht auf Anhieb alles zu können, Fehler zu machen, an diesen zu lernen und sogar einen Nutzen ziehen zu können.

Ich habe mich bereits von Anfang an unglaublich wohl im Team gef√ľhlt und wurde gut aufgenommen. Ich kann einfach genau die Person sein, die ich bin, ohne mir Sorgen machen zu m√ľssen, nicht akzeptiert zu werden, denn genau daf√ľr stehen wir bei PROUT AT WORK! Uns das hat sich gl√ľcklicherweise auch nicht seit meiner Arbeit im Homeoffice ab Januar ge√§ndert. Zwar war ich mir zu Beginn etwas unsicher dar√ľber, wie effizient ich von zu Hause aus arbeiten kann, besonders ohne den gewohnten Arbeitsweg nach M√ľnchen und den direkten sozialen Kontakt zu Kolleg_innen. Doch ich bin positiv √ľberrascht, wie gut die Zusammenarbeit im Team trotz ausschlie√ülich virtuellem Kontakt funktioniert. Dar√ľber hinaus ist es auch eine neue Art der Arbeitserfahrung, die unter anderem Lernm√∂glichkeiten im Zeit Management oder der Aufgabenstrukturierung bietet.

Und obwohl ich zwar direkt aus der Schule komme und somit zum Beispiel noch kein abgeschlossenes Studium habe, bekomme ich hier trotzdem die Chance mich in verschiedenen Aufgabenbereichen auszuprobieren und dar√ľber auch offen im Team zu kommunizieren.

Bei unserer Jahreskonferenz im Oktober beispielsweise war von Social Media Postings vorbereiten und unsere Kan√§le w√§hrend der Konferenz zu verwalten, virtuelle Messest√§nde koordinieren, in Meetings mit Kooperationspartnern mitzuplanen, √ľber Pakete verpacken, Panels betreuen und vorbereiten, sowie am Konferenztag selbst mithelfen bis hin zur Nachbereitung des Tages alles dabei.
Und auch bei unserer LGBT*IQ Awards Verleihung am Vortag konnte ich tatkr√§ftig unterst√ľtzen: Ich arbeitete sowohl im Studio vor Ort , verwaltete unsere Social-Media-Kan√§le vor, w√§hrend und nach der Live√ľbertragung und, half dem Team bei allen anderen anfallenden Aufgaben.

Abgesehen von den PROUT AT WORK-Jahreshighlights ist mein Arbeitsalltag grunds√§tzlich sehr abwechslungsreich. Beispielsweise unterst√ľtze ich seit dem Start der PROUT PERFORMER das Projekt mit einer gemeinsam ausgearbeiteten Social Media Kampagne und auch bei unseren monatlichen TOGATHERINGs bin ich in der Planung und Ausarbeitung mit dabei. Seit Anfang 2021 geh√∂rt besonders auch unser Newsletter zu meinen t√§glichen Aufgaben, f√ľr welchen ich Inhalte erarbeite und sammle, sowie diesen bis zu seiner Finalfassung hin erstelle und schlie√ülich an unsere Abonnent_innen verschicke.

Mein Fazit:

Als ich meinen Bundesfreiwilligendienst begonnen hatte, habe ich mir einfach nur ein Jahr erwartet, in dem ich neue Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln und ein bisschen in den Alltag der Arbeitswelt hineinschnuppern kann.

Und genau diese Vorstellungen wurden nicht nur erf√ľllt, sondern sogar √ľbertroffen. Ich habe herausgefunden, wo meine St√§rken liegen, wurde auch in diesen best√§tigt und bekam die Chance, sie f√ľr meinen Bundesfreiwilligendienst zu nutzen. Ich habe gelernt, wie ich in einem heterogenen Team mitarbeiten und genauso meinen Teil zur Stiftungsarbeit beitragen kann, wie alle anderen. Und zwar unabh√§ngig von meiner Arbeitserfahrung, meiner sexuellen Orientierung oder meiner geschlechtlichen Identit√§t. Denn wichtig ist nur, wie man als individuelle Person das Umfeld durch die pers√∂nlichen Eigenschaften und den eigenen Arbeitsanteil bereichern, sowie auch sich selbst basierend darauf weiterentwickeln kann.

Interesse an einem Bundesfreiwilligendienst?

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