Menschenrechte sind nicht verhandelbar.

#Regenbogengate

Der Pride Month endet in wenigen Tagen und wenn es die vergangenen Wochen und politischen Entscheidungen, auch hier in Deutschland (z.B. Selbsbestimmungsgesetz), noch nicht getan haben, machen die aktuellen Ereignisse rund um die Entscheidung der UEFA erneut deutlich, dass der entschiedene Einsatz f√ľr LGBT*IQ-Chancengleichheit an 365 Tagen im Jahr stattfinden muss und keine Selbstverst√§ndlichkeit ist.

Dass die UEFA das Erleuchten der Allianz Arena in Regenbogenfarben verboten hat, √ľberrascht nicht. Jetzt hat sie zus√§tzlich noch einen draufgelegt und den Spie√ü umgedreht. In einem Posting wertet die UEFA die offizielle Anfrage der Stadt M√ľnchen als politisches Kalk√ľl. Sie selbst verst√ľnden den Regenbogen als unpolitisches Zeichen, der ihre eigenen Grundwerte symbolisieren soll ‚Äď die Illuminierung der Allianz Arena ist trotzdem nicht drin.

Ein paradoxes Statement, das die fehlende Auseinandersetzung mit unbequemen Wahrheiten aufzeigt und die Verantwortung f√ľr die aktuelle Lage umkehrt. Die UEFA schie√üt sich mit ihrer Entscheidung ‚Äď trotz der Betonung von politischer und religi√∂ser Neutralit√§t ‚Äď ein Eigentor, denn sie setzt selbst ein deutliches politisches Zeichen. Getreu dem Motto: Profit vor Menschen(leben).

Bei allen diskussionsw√ľrdigen Punkten im Umgang mit dem #Regenbogengate sollte allerdings klar sein und da gibt es nichts zu diskutieren: Gesetze zu verabschieden, die bewusst Marginalisierte weiter unterdr√ľcken, Gewalt aussetzen und unsichtbar machen ist ein politischer Akt und steht dem Einsatz f√ľr Menschenw√ľrde und Grundrechte entgegen.

Das Erleuchten der Allianz Arena h√§tte ein wichtiges Zeichen f√ľr LGBT*IQ-Menschen in Ungarn, Polen, Deutschland und weltweit sein k√∂nnen. Ein Zeichen der Solidarisierung und Hoffnung, dem allerdings auch Taten folgen m√ľssen.

LGBT*IQ-Rechte sind Menschenrechte

Als Stiftung fordern wir deshalb auch die Unternehmen, die in die EM involviert sind, auf, weiter Druck zu machen, nicht nur heute, sondern tagt√§glich Kante und Haltung zu zeigen, sich zu positionieren und Konsequenzen in den entsprechenden L√§ndern zu ziehen. Worten m√ľssen Taten folgen und der Einsatz f√ľr LGBT*IQ intensiviert werden. Denn LGBT*IQ-Rechte sind Menschenrechte, die nicht verhandelbar sind.

Abschließend noch ein Vorschlag zu den vielen großartigen bereits genannten Möglichkeiten den Regenbogen im Stadion heute Abend sichtbar zu machen: Können die Sponsor Unternehmen wie Booking.com, Lieferando, VW, Heineken, FedEx, etc. nicht noch spontan ihre Bandenwerbung anpassen?

Wir sind auf den heutigen Abend und weitere Reaktionen gespannt und freuen uns auf ein interessantes und faires Spiel beider Mannschaften.

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Human rights are not negotiable.

#Rainbowgate

Pride Month ends in a few days and if the past weeks and political decisions, also here in Germany (e.g. Self-Determination Act), haven’t done it yet, the current events around UEFA’s decision make it clear once again that the decisive commitment to LGBT*IQ equal opportunities has to take place 365 days a year and cannot be taken for granted.

It’s no surprise that UEFA has banned the Allianz Arena from being lit up in rainbow colors. Now it has gone one better and turned the tables. In a posting, UEFA interprets the official request by the city of Munich as a political calculation. They themselves understand the rainbow as a non-political sign that is supposed to symbolize their own basic values – the illumination of the Allianz Arena is nevertheless out of the question.

A paradoxical statement that highlights the lack of confrontation with uncomfortable truths and reverses the responsibility for the current situation. With its decision, UEFA shoots itself an own goal – despite the emphasis on political and religious neutrality – because it sets a clear political signal itself. True to the motto: profit before people (lives).

With all the points worth discussing in dealing with #Regenbogengate, however, it should be clear and there is nothing to discuss: Passing laws that deliberately further oppress marginalized people, expose them to violence and make them invisible is a political act and goes against the commitment to human dignity and fundamental rights.

The lighting of the Allianz Arena could have been an important sign for LGBT*IQ people in Hungary, Poland, Germany and worldwide. A sign of solidarity and hope, which, however, must also be followed by action.

LGBT*IQ RIGHTS ARE HUMAN RIGHTS

As a foundation, we therefore also call on the companies involved in the EM to continue to exert pressure, not only today, but every day to show edge and attitude, to position themselves and to draw consequences in the respective countries. Words must be followed by deeds and the commitment for LGBTIQ must be intensified. Because LGBTIQ rights are human rights that are not negotiable.

Finally, a suggestion on the many great ways already mentioned to make the rainbow visible in the stadium tonight: Can’t the sponsor companies like Booking.com, Lieferando, VW, Heineken, FedEx, etc. spontaneously adjust their perimeter advertising?

We are curious about tonight and further reactions and look forward to an interesting and fair game of both teams.

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