Transgender Day of Visibility 2019

Zum diesj├Ąhrigen Transgender Day of Visibility teilen wir mit Euch einfache Tipps und Vorschl├Ąge, mit denen Ihr zu einem Ally f├╝r trans* Menschen werden k├Ânnt. Ihr fragt Euch, was ein Ally ist und wollt mehr zum Thema #TDOV erfahren? Dann haben wir hier ein paar n├╝tzliche Informationen f├╝r Euch zusammengetragen.

#TDOV

Der Transgender Day of Visibility (kurz: TDOV) wird seit 2009 j├Ąhrlich am 31. M├Ąrz gefeiert und legt den Fokus auf die Sichtbarkeit von trans* Menschen. Wieso? Ganz einfach: trans* Menschen werden nach wie vor diskriminiert, benachteiligt und erfahren im ├Âffentlichen Leben wenig Aufmerksamkeit. Deshalb wird dieser Tag genutzt, um auf Missst├Ąnde hinzuweisen, sich f├╝r trans* Menschen einzusetzen und sie zu feiern.

  • trans* stellt einen Sammelbegriff dar, bei dem das * stellvertretend f├╝r die vielen Bezeichnungen und Auspr├Ągungen von Geschlecht und geschlechtlicher Identit├Ąt, die weit ├╝ber transsexuell, transident, etc. hinausgehen.

ÔÇ×Was kann ich als Ally tun, um trans* Menschen
zu unterst├╝tzen?ÔÇť

Was ist ├╝berhaupt ein Ally?

Generell sind Allies Verb├╝ndete, also Menschen, die sich anderen gegen├╝ber solidarisch zeigen. Bei LGBT*IQ-Allies geht es grunds├Ątzlich um die Solidarisierung mit Menschen, die aufgrund ihrer Identit├Ąt, in Bezug auf Geschlecht, Ausdruck und Sexualit├Ąt, gesellschaftliche Benachteiligung und/oder Diskriminierung erfahren.

F├╝r die Solidarisierung mit und Unterst├╝tzung von trans* Menschen gibt es unterschiedliche M├Âglichkeiten. Dabei stellen die hier angef├╝hrten Beispiele nur einen Auszug und keine vollst├Ąndige Liste dar. Vielmehr sind die Tipps als Inspiration zu verstehen, um sich bewusster mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Informieren:

Suche explizit nach trans* relevanten Themen im Internet.

Zum Einstieg k├Ânnen hier Filme, Reportagen, Internetseiten oder Social-Media-Kan├Ąle f├╝r eine erste Ann├Ąherung an das Thema hilfreich sein. Zur Vereinfachung haben wir Dir hier einige interessante sowie informative Beispiele aus unterschiedlichen Kategorien herausgesucht:

  • Becoming a Visible Man (2004): Autobiographie und Kommentar von Jamison Green.
  • Blaue Augen bleiben blau: Mein Leben. (2010): Biographie von Balian Buschbaum.
  • Eine fantastische Frau (2017): Oscarpr├Ąmierter Film ├╝ber eine trans* Frau.
  • Girl (2018): Spielfilm ├╝ber ein f├╝nfzehnj├Ąhriges trans* M├Ądchen.
  • Romeos (2011): Spielfilm um einen schwulen trans* Mann.

Nutze eine genderinklusive Sprache.
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Sprache hat einen direkten Einfluss auf unser Denken sowie unsere Wahrnehmung und schafft dadurch Realit├Ąten. Genderinklusive und -gerechte Sprache ist also ein wesentlicher Faktor f├╝r einen diskriminierungsfreien Umgang miteinander und f├Ârdert aktiv die Gleichstellung aller Geschlechter. Momentan arbeiten wir an der Ver├Âffentlichung eines Leitfadens f├╝r eine genderinklusive und -gerechte Sprache. Sobald dieser auf unserer Website zur Verf├╝gung steht, lassen wir es Dich wissen.

Eine konkrete Anlaufstelle stellt fair language dar, die beispielsweise ein Browser Plugin anbieten, das automatisch alternative genderinklusive Formulierungen vorschl├Ągt. Wer eine ├ťbersicht zu Alternativen f├╝r bestimmte Begriffe sucht, kann online beim Genderw├Ârterbuch f├╝ndig werden. Dar├╝ber hinaus haben wir im Rahmen der Einf├╝hrung der dritten Option einen HOW TO: Guide herausgebracht, der sich unter anderem mit genderinklusiven Alternativen zu g├Ąngigen Formulierungen besch├Ąftigt.

Kennst du eine trans* Person in deinem Umfeld?
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Du kennst eine oder mehrere trans* Person(en), wei├čt aber nicht, wie du sie ansprechen sollst? Dann sind die Vorschl├Ąge zum Punkt “Kommunizieren” hoffentlich hilfreich.
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Du kennst keine trans* Person? In Zeiten von Social Media ist es einfacher geworden: Suche beispielsweise mit dem Stichwort “trans*” nach passenden Profilen auf Instagram und trete so mit ihr in Kontakt. Alternativ kannst du dich auch ├╝ber Veranstaltungen f├╝r LGBT*IQ-Menschen informieren. Die Wahrscheinlichkeit dort mit einer trans* Person ins Gespr├Ąch zu kommen ist sehr viel gr├Â├čer.

Kommunizieren:

Benutze die Pronomen, die eine trans* Person f├╝r sich verwendet.

Frage die Person nicht nach ihrem “echten” oder “alten” Namen und den dazugeh├Ârigen Pronomen. Respektiere, dass sie diesen abgelegt hat. Benutze einfach das gew├╝nschte Pronomen, nicht Deine Vermutung. Bei jeglicher Unsicherheit bist Du schon beim n├Ąchsten Punkt.

Habe keine Angst davor Fragen zu stellen, die du auch beantworten w├╝rdest.

Wenn Dir etwas unklar ist: Frage h├Âflich nach. Dabei gilt, dass Du jede Frage, bei dessen Beantwortung Du dich selbst unwohl f├╝hlst, einfach nicht stellst.

Wir alle nutzen sie, aber vermeide Aussagen basierend auf Stereotypen ├╝ber trans* Menschen.

Ganz allgemein geben uns Stereotype Sicherheit, indem sie unsere Umwelt ordnen und uns ein positives Zugeh├Ârigkeits- sowie Selbstwertgef├╝hl verschaffen. Dadurch grenzen wir uns von anderen ab, k├Ânnen “das Andere” allerdings auch abwerten. Wenn es beispielsweise um Geschlechterstereotype geht, k├Ânnen Aussagen wie “Du siehst aber aus wie eine echte Frau!” oder “Solche Kleidung tr├Ągt kein richtiger Mann.” verletzend f├╝r trans* Menschen sein. Denn: der eigene geschlechtliche Ausdruck ist individuell. Akzeptiere die Person so, wie sie ist.

Handeln:
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Setze dich f├╝r die Rechte und gegen die Diskriminierung von trans* Menschen ein.

Nachdem Du dich bereits informiert hast, kannst du jetzt in Aktion treten. Beispielsweise durch die Teilnahme an Demonstrationen, eine Spende an Organisationen oder der ehrenamtlichen T├Ątigkeit in Vereinen. Es gibt eine Vielzahl von M├Âglichkeiten sich f├╝r die Rechte und gegen die Diskriminierung von trans* Menschen einzusetzen. Recherchiere dazu weiter im Internet. Hier haben wir f├╝r Dich nur einen kleinen Auszug:

  • Bundesvereinigung trans*: Macht sich f├╝r geschlechtliche Selbstbestimmung und Vielfalt stark.
  • trans* – Ja und?: Das Projekt wird vom Bundesministerium f├╝r Familien, Senioren, Frauen und Jugend gef├Ârdert und setzt sich f├╝r Empowerment und gegen Diskriminierung von jungen trans* Menschen ein.
  • Transmann e.V.: Ein bundesweiter und gemeinn├╝tziger Verein f├╝r Frau-zu-Mann (FzM/FtM) Trans* und Inter*-Personen.
  • TransInterQueer e.V.: Dabei handelt es sich um einen Verein, der sich f├╝r trans*, inter* und queer Menschen einsetzt.
  • PROUT AT WORK-Foundation: Wir setzen uns auch f├╝r die Chancengleichheit von trans* Menschen am Arbeitsplatz ein und arbeiten daf├╝r eng mit Unternehmen und LGBT*IQ-Netzwerken zusammen.

Besuche eine Informationsveranstaltung zum Thema trans* in deiner Umgebung.

In deiner Umgebung gibt es sicherlich eine passende Veranstaltung. Egal ob Filmfestival, Themenabend oder ein “Stammtisch” Treffen. Die bereits angef├╝hrten Websites verweisen auf bevorstehende Termine, an denen auch Du teilnehmen kannst. Informiere dich aber vorher, ob die Veranstaltungen auch wirklich f├╝r alle offen sind. Wenn nicht, respektiere das und frage einfach nach anderen Terminen, an denen Du teilnehmen kannst. Werde kreativ und halte die Augen offen!

Bleibe interessiert und bilde dich stetig weiter.
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Gebe dich nicht mit einmal gelerntem Wissen zufrieden. Jede trans* Person ist genauso einzigartig und individuell wie Du! Lass dich auf sie ein und behandle sie so, wie Du auch behandelt werden m├Âchtest.

Transgender Day of Visibility 2019