PROUT EMPLOYER Fujitsu

“LGBT*IQ-freundliche ArbeitsplĂ€tze gehören fĂŒr uns bei Fujitsu dazu.”

Juan Perea RodrĂ­guez startete 1999 bei Fujitsu Siemens und war bis 2021 in verschiedenen Positionen tĂ€tig. Seit Mai 2021 ist Juan Perea Rodriguez Head of Sales Central Europe und Mitglied der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Fujitsu Technology Solutions GmbH. Er wurde im Jahr 1980 geboren, ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Juan Perea RodrĂ­guez, was hat Sie dazu bewegt PROUT EMPLOYER zu werden?

 

Juan Perea RodrĂ­guez: Wir wollten ein Zeichen setzen. Allyship ist wichtig und da gehört fĂŒr mich auch dazu offen und sichtbar fĂŒr das Thema LGBT*IQ einzustehen. Je mehr Unternehmen sich hier positionieren, umso mehr „NormalitĂ€t“ erlangt das Thema hoffentlich. Da wollen wir einen Beitrag leisten. Außerdem wollten wir v.a. fĂŒr Deutschland die interne Vernetzung in der Belegschaft anschieben, weil wir mit FUJITSU Pride schon ein tolles globales Netzwerk haben und uns noch mehr Engagement auch aus Deutschland wĂŒnschen.

“Die Unterzeichnung der UN LGBTI Standards durch unseren damaligen PrĂ€sidenten war eine ZĂ€sur und hat uns intern und extern sehr viel positives Feedback gebracht.”

Fujitsu hat sich 2016 als erster japanischer Großkonzern fĂŒr
LGBT*IQ-freundliche ArbeitsplÀtze in der globalen Organisation
ausgesprochen. Wie kam es dazu und wie wurde darauf reagiert?

 

Juan Perea RodrĂ­guez: In Japan passiert viel rund um das Thema Gleichstellung der Frau und in diesem Zuge verĂ€ndert sich auch die Wahrnehmung fĂŒr andere Vielfaltsdimensionen. Dieser Kulturwandel hat DiversitĂ€t immer wichtiger gemacht und LGBT*IQ-freundliche ArbeitsplĂ€tze gehören fĂŒr uns bei Fujitsu dazu, getreu unserem Motto „be completely you“. Die Unterzeichnung der UN LGBTI Standards durch unseren damaligen PrĂ€sidenten war eine ZĂ€sur und hat uns intern und extern sehr viel positives Feedback gebracht.

Wie hat sich der Bereich D&I und die allgemeine Unternehmens-
kultur seitdem verÀndert?

 

Juan Perea RodrĂ­guez: Mit der Überarbeitung des Fujitsu Way hat unser aktueller PrĂ€sident Tokita-san die Themen D&I nun auch “wörtlich” in unserem Wertekodex verankert. Damit haben sie den Stellenwert bekommen den sie intern und generell in der Gesellschaft verdienen. Da Themen wie gegenseitiger Respekt, Toleranz und positive Zusammenarbeit vorher schon klar verankert waren, war das allerdings nur noch eine Schönheitskorrektur. Die Kultur war schon da.

Basierend auf Ihren Erfahrungen: Was wĂŒrden Sie global agierenden Unternehmen raten, die sich fĂŒr LGBT*IQ Diversity einsetzen möchten?

 

Juan Perea RodrĂ­guez: Sprecht alle Mitarbeitende an und hört allen zu. Ermutigt gerade die LGBT*IQ Community im Unternehmen offen ĂŒber ihre Erfahrungen, BedĂŒrfnisse usw. in Austausch zu gehen. Bietet Hilfe an und unterstĂŒtzt ggf. auch in LĂ€ndern, wo die Diskriminierung noch ein ganz anderes Ausmaß hat, als in Westeuropa.

Wo sehen Sie die Herausforderungen in Ihrem Einsatz fĂŒr LGBT*IQ Diversity bei Fujitsu in den kommenden Jahren?

 

Juan Perea Rodríguez: Darin, alle im Unternehmen zu sensibilisieren und die explizite BeschÀftigung, insgesamt mit dem Thema D&I irgendwann obsolet zu machen. Weil es fest verankert ist und wir uns selbstverstÀndlich alle mit Respekt und WertschÀtzung begegnen.

Lieber Juan Perea RodrĂ­guez, vielen Dank fĂŒr das GesprĂ€ch!