Gleiche rechte fĂĽr alle?

Im ZDF Magazin Royale hat Jan Böhmermann mit trans* Feindlichkeit abgerechnet und trans* Personen eine Stimme gegeben. Dabei geht es vor allem um das Recht der freien Entfaltung für alle, welches im Grundgesetz verankert ist (vgl. Art. 2 GG). Für diese freie Entfaltung der Persönlichkeit müssen aber auch heute noch trans* Personen hart kämpfen. Denn nach dem aktuell geltenden „Transsexuellengesetz“ müssen sich diese noch stark entwürdigende und diskriminierende Verfahren zur Anpassung ihres Personenstands an ihre geschlechtliche Identität unterziehen. Erst nächstes Jahr soll das 40 Jahre alte Gesetz vom neuen Selbstbestimmungsgesetz abgelöst werden. Einige Politiker_innen und TERFS (trans excluding radical feminsits) wollen dies mit allen Mitteln verhindern und trans* Personen somit ihre eigene geschlechtliche Identität absprechen und die freie Entfaltung einschränken.

„Nicht trans-sein ist Mode – sondern transFeindlichkeit“

Abgerechnet wird besonders mit Alice Schwarzer, der Chefredakteurin der Zeitschrift Emma, welche das trans* Dasein als „Mode“ betitelt. Auch AfD-Politikerin Beatrice von Storch und ihre trans* feindliche Propaganda, welche die Existenz von trans* Menschen regelrecht leugnet, führt Böhmermann in seiner Show vor und zeigt auf, was wirklich dahintersteckt. Der Satiriker liefert Einblicke in die Strukturen und Machteinflüsse, die hinter trans* feindlichen Akteur_innen und Kampagnen stehen. Oftmals sind das nämlich ganze Netzwerke und einflussreiche Persönlichkeiten. Dazu zählen beispielsweise auch zwei Oligarchen, die mit dem russischen Präsidenten zusammenarbeiten und bis 2018 rund 188 Millionen Dollar in europäische anti-gender bzw. anti-trans* Kampagnen investiert haben oder auch die amerikanische „Alliance Defending Freedom“ (ADF), welche bisher 23 Millionen Dollar in trans* feindliche Kampagnen und Werbespots investiert hat. Hierbei werden oftmals typische trans* feindliche Argumente genutzt.

„Gewalt gegen Frauen findet meistens nicht in der Damenumkleide statt, sondern zuhause“

Böhmermann entkräftet in seiner Show die typischen Argumente gegen trans* Personen und thematisiert das beschlossene Selbstbestimmungsgesetz. So argumentiert er gegen das „Eindringen von trans* Frauen in Frauenschutzräume“ und das „Ausnutzen der Frauenquote“, indem er auf die Gewalt gegen Frauen eingeht, die meistens im eigenen zuhause stattfindet und nicht in der öffentlichen Umkleidekabine. Gegen das Ausnutzen der Frauenquote durch trans* Frauen argumentiert der Satiriker, dass Menschen es mit der „Männerquote“ doch sowieso viel leichter hätten, also für was sollte man aus diesem Grund den Personenstand ändern? Auch das oft verwendete Argument des biologischen Geschlechts entkräftet der Moderator, indem er zeigt, dass es mehr als nur zwei biologische Geschlechter gibt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Trans* Feindlichkeit ist ein alltägliches Übel unserer Gesellschaft, welches nicht nur stark diskriminierend ist und Menschen ihre Identität absprechen möchte, sondern auch gegen das Grundgesetz verstößt. Jede_r sollte die eigene Identität zu jeder Zeit und an jedem Ort uneingeschränkt und ohne Angst vor negativen Konsequenzen und Gewalt ausleben können. Wenn Sie ihre trans* Kolleg_innen zu einem diskriminierungsfreien Alltag auch am Arbeitsplatz verhelfen möchten, empfehlen wir Ihnen unseren kostenlosen HOW TO-Leitfaden zum Thema trans* und Transition am Arbeitsplatz.

WEITERE TIPPS FĂśR TRANS* PERSONEN

Hier auf einen Blick ein Auszug zu weiteren Hilfestellungen:

  • Suchen Sie VerbĂĽndete und Role Models im Unternehmen
  • Wenn möglich, legen Sie mit dem Unternehmen gemeinsam einen Kommunikations- und Vorgehensplan an.
  • Ganz wichtig: Sie bestimmen das Tempo!
  • Vernetzen Sie sich mit dem LGBT*IQ-Netzwerk, falls ein solches vorhanden ist. Wir haben eine Liste von LGBT*IQ-Netzwerken in Unternehmen und Organisationen zusammengestellt.

TIPPS FĂśR UNTERNEHMEN UND ALLIES

  • Ein Transition Guide gibt klar vor, wer zuständig ist. Beachte: die trans* Person bestimmt das Tempo und ob eine MaĂźnahme umgesetzt werden soll. Jede Transition ist individuell
  • Namens- und Pronomenänderung schon vor amtlicher Enscheidung ermöglichen
  • Schulungen sensibilisieren HR und FĂĽhrungskräfte
  • Aufbau und Stärkung eines internen LGBT*IQ-Netzwerk mit eigenen Ansprechpartner_innen fĂĽr trans*
  • Informieren Sie sich ĂĽber das Thema trans*
  • Nutzen Sie eine genderinklusive Sprache, fragen Sie nach den Pronomen einer Person, damit sie die von der trans* Person gewählten und nicht deren Deadname verwenden. Unter Deadname versteht man den alten, ablegten Namen einer trans* Person.
  • Stellen Sie nur Fragen, die Sie auch selbst beantworten wĂĽrden
  • Setzen Sie sich bewusst fĂĽr die Rechte und gegen die Diskriminierung von trans* Personen ein

Beratungsstellen

BUNDESVERBAND TRANS*

„Der Bundesverband Trans* (BVT*) versteht sich als ein Zusammenschluss von Einzelpersonen, Gruppen, Vereinen, Verbänden und Initiativen auf Regional-, Landes- und Bundesebene, deren gemeinsames Bestreben der Einsatz für geschlechtliche Vielfalt und Selbstbestimmung und das Engagement für die Menschenrechte im Sinne von Respekt, Anerkennung, Gleichberechtigung, gesellschaftlicher Teilhabe und Gesundheit von trans* bzw. nicht im binären Geschlechtersystem verorteter Personen ist.“

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FĂśR TRANSIDENTITĂ„T UND INTERSEXUALITĂ„T E.V.

„Die dgti hat sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz von Transidenten innerhalb der Gesellschaft zu fördern und deren Stigmatisierung entgegenzuwirken. Sie soll Betroffene und Interessierte beraten und betreuen, sofern dies gewĂĽnscht wird. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit sollte die (Re-)Integration von Betroffenen in den Arbeitsprozess sein, um so der Gefahr des sozialen Abstiegs zu begegnen, der heutzutage noch mit dem sozialen Wechsel verbunden ist. Sie tritt fĂĽr mehr Offenheit der eigenen Identität gegenĂĽber ein und trägt der Vielfalt menschlichen Daseins Rechnung.“

TRANSMANN E.V.

„Bundesweiter, auf ehrenamtlicher Basis agierender und gemeinnĂĽtziger Verein fĂĽr alle Frau-zu-Mann (FzM/FtM) Trans* und Inter*-Personen.“

TRANSINTERQUEER E.V.

„TrIQ ist ein soziales Zentrum und ein politisch, kulturell und im Forschungsbereich aktiver Verein, der sich für trans-, intergeschlechtliche und queer lebende Menschen in Berlin und darüber hinaus einsetzt.“

TRANS*INTER*BERATUNGSSTELLE

„Das Projekt der Münchner Aids-Hilfe e.V. ist gleichermaßen für trans* und inter* Menschen sowie deren Angehörige und Freund_innen da.“

TGEU

„TGEU ist eine mitgliederbasierte Organisation, die im Jahr 2005 gegründet wurde. Seitdem ist TGEU stetig gewachsen und hat sich mit 157 Mitgliedsorganisationen in 47 verschiedenen Ländern als legitime Stimme für die trans* Gemeinschaft in Europa und Zentralasien etabliert.“

Equal rights for all?

In ZDF Magazin Royale, Jan Böhmermann settled accounts with trans* hostility and gave trans* people a voice. This is primarily about the right of free development for all, which is engrained in the German Basic Law (cf. Art. 2 GG). For the free development of identity, however, trans* persons still have to fight hard, because according to the currently valid “Transsexuellengesetz” they still have to undergo strongly degrading and discriminating procedures to adapt their civil status to their gender identity. As soon as next year, the 40 year old “Transsexuellengesetz” will be replaced by the new self-determination law. Some politicians and TERFS (trans excluding radical feminsits) want to prevent this by all means and thus deny trans* persons their own gender identity and restrict their free development.

” being trans is not fashion – but trans-hostility is”

He particularly takes aim at Alice Schwarzer, editor-in-chief of the magazine Emma, who calls trans* existence a “fashion”-statement. Böhmermann also presents AfD politician Beatrice von Storch and her trans-hostile propaganda-which downright denies the existence of trans people-in his show and explains what is really behind it. The satirist provides insights into the structures and power influences behind trans* hostile actors and campaigns. These are often entire networks and influential personalities. They include, for example, two oligarchs who work together with the Russian president and have invested around 188 million dollars in European anti-gender or anti-trans* campaigns up to 2018, or the American “Alliance Defending Freedom” (ADF), which has so far invested 23 million dollars in trans* hostile campaigns and commercials. Here, typical trans* hostile arguments are often used.

“Violence against women usually doesn’t happen in the women’s locker room, it happens at home”

In his show, Böhmermann debunks the typical arguments against trans* people and addresses the self-determination law that was passed. Thus, he argues against the “intrusion of trans* women into women’s shelters” and the “exploitation of the women’s quota” by addressing the violence against women that mostly takes place in one’s own home and not in the public locker room. Against the exploitation of the women’s quota by trans* women, the satirist argues that people would have it much easier with the “men’s quota” anyway, so for what reason should one change the personal status? The presenter also debunks the often-used argument of biological sex by showing that there are more than just two biological sexes.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Trans* hostility is an everyday evil of our society, which is not only strongly discriminatory and wants to deny people their identity, but also violates the Basic Law. Everyone should be able to live out their own identity at any time and in any place without restriction and without fear of negative consequences and violence. If you would like to help your trans* colleagues to live a discrimination-free everyday life also at the workplace, we recommend our free HOW TO guide on the topic of trans* and transition at the workplace.

MORE TIPS FOR TRANS* PEOPLE

Here at a glance is an excerpt on further assistance:

  • Seek allies and role models within the company.
  • If possible, work with the company to create a communication and action plan.
  • Very important: You set the pace!
  • Network with the LGBTIQ network, if one exists. We have compiled a list of LGBTIQ networks in companies and organizations.

TIPS FOR COMPANIES AND ALLIES

  • A Transition Guide clearly specifies who is responsible. Note: the trans* person determines the pace and whether an action should be implemented. Every transition is individual
  • Enable name and pronoun changes before the official decision is made.
  • Training sensitize HR and management
  • Establish and strengthen an internal LGBTIQ network with dedicated trans contact persons
  • Inform about the topic trans*
  • Use gender inclusive language, ask for a person’s pronouns so they use the one chosen by the trans* person and not their deadname. Deadname is the old, discarded name of a trans* person.
  • Only ask questions that you would answer yourself
  • Consciously stand up for the rights and against the discrimination of trans* persons

advice centers

BUNDESVERBAND TRANS*

“The Bundesverband Trans* (BVT) sees itself as a federation of individuals, groups, associations, federations and initiatives at regional, state and national level whose common endeavor is the commitment to gender diversity and self-determination and the commitment to human rights in terms of respect, recognition, equality, social participation and health of trans persons or persons not located in the binary gender system.”

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FĂśR TRANSIDENTITĂ„T UND INTERSEXUALITĂ„T E.V.

“The dgti has set itself the goal of promoting the acceptance of transidents within society and counteracting their stigmatization. It should advise and support those affected and interested, if this is desired. An essential aspect of the work should be the (re-)integration of affected persons into the work process, in order to counteract the danger of social decline, which is still associated with social change today. It advocates more openness to one’s own identity and takes into account the diversity of human existence.”

TRANSMANN E.V.

“Nationwide, volunteer-based, non-profit association for all woman-to-male (FzM/FtM) trans* and inter* people.”

TRANSINTERQUEER E.V.

“TrIQ is a social center and a politically, culturally and in the research field active association, which stands up for trans, intersex and queer living people in Berlin and beyond.”

TRANS*INTER*BERATUNGSSTELLE

“The project of the Münchner Aids-Hilfe e.V. is equally there for trans* and inter* people as well as their relatives and friends.”

TGEU

“TGEU is a membership-based organization that was founded in 2005. Since then, TGEU has steadily grown and established itself as a legitimate voice for the trans* community in Europe and Central Asia, with 157 member organizations in 47 different countries.”

December 1 marks World AIDS Day, which has aimed to eliminate the stigma surrounding HIV and AIDS, affirm the rights of affected individuals, and create visibility for people who have died as a result of HIV and AIDS, since 1988.

About 38 million people worldwide are HIV positive, but almost all of them have no access to essential medication. The numbers of people affected vary from country to country. In South Africa, the most affected group includes young women, as well as disadvantaged or persecuted groups in many other countries, such as gay men, intravenous drug users, sex workers, and people in prison. However, all over the world, people experience discrimination in their daily lives.

Undetectable = Untransmittable

Nowadays, however, a HIV diagnosis is no longer a death sentence for those affected, because with the right treatment, HIV-positive people can live a life like anyone else. In addition, by taking medication, the reproduction of the HIV virus can be suppressed to such an extent that those affected can no longer transmit the virus during sex.

This year, the World AIDS Day takes place under the motto “Equalize” and should overall create a common togetherness, completely free of prejudice and exclusion and thus achieve prevention of spreading HIV.

Employers can also take a stand against discrimination against people living with HIV and AIDS and overcome existing inequalities in the workplace. For this purpose, the declaration #positivarbeiten was created in 2019, which has already been signed by more than 155 companies, associations, cities, ministries and businesses.

Moving critical masses

Let’s take action together to advance LGBT*IQ issues.

Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag, welcher seit 1988 die Stigmata rund um HIV und AIDS beseitigen, die Rechte betroffener Personen bekräftigen sowie Sichtbarkeit für Menschen, die an den Folgen von HIV und AIDS gestorben sind, schaffen soll.

Etwa 38 Millionen Menschen leben weltweit mit HIV, jedoch haben bei weitem nicht alle Zugang zu wichtigen Medikamenten. Die Zahlen von betroffenen Menschen variieren von Land zu Land. Zu den besonders Betroffenen zählen beispielsweise junge Frauen im südlichen Afrika, sowie in zahlreichen anderen Ländern benachteiligte oder verfolgte Personengruppen wie schwule Männer, intravenös Drogen konsumierende Menschen, Sexarbeiter_innen oder Menschen in Haft. Jedoch auf der gesamten Welt erfahren Betroffene im alltäglichen Leben Diskriminierung.

Nicht nachweisbar = Nicht ĂĽbertragbar

Heutzutage ist eine HIV-Diagnose für Betroffene kein Todesurteil mehr, denn mit der entsprechenden Behandlung können HIV-positive Personen ein Leben führen wie jede_r andere auch. Zudem kann durch die Einnahme von Medikamenten die Reproduktion des HIV-Virus soweit stabil unterdrückt werden, dass Betroffene auch beim Sex das Virus nicht mehr übertragen.

Dieses Jahr findet der Welt-Aids-Tag unter dem Motto „Equalize“ (deutsch: Ungleichheiten beenden; gleichstellen) statt und soll vor allem ein gemeinsames Miteinander, ganz frei von Vorurteilen sowie Ausgrenzung schaffen und betonen, dass soziale Ungleichheiten die HIV-Epidemie verstärken.

Auch Arbeitgeber_innen können sich gegen die Diskriminierung von HIV- und AIDS-Betroffener stark machen und somit herrschende Ungleichheiten am Arbeitsplatz beseitigen. Zu diesem Zweck wurde 2019 die Deklaration #positivarbeiten ins Leben gerufen, welche schon von mehr als 155 Unternehmen, Verbände, Städte, Ministerien und Betriebe unterzeichnet wurde.

Moving critical masses

Let’s take action together to advance LGBT*IQ issues.

Trans* Awareness Week and Trans Day of Remembrance

The week of November 14-20, 2022 is trans* Awareness Week. The main goal is to create visibility for the trans* community and to draw attention to problems that trans* people have to face every day. The week ends on November 20th with the trans* Day of Remembrance which is an international day of remembrance for trans* people who died in the last year due to trans* violence. On this occasion we call for solidarity and active engagement for the rights of trans* people and demand this also from the side of politics.

To give visibility to the history of the trans* community, in this post we introduce you to five historical trans* pioneers.

Alan L. Hart (*1880 †1962)

Alan L. Hart was a trans* man who was not only the first person in the U.S. to receive a total hysterectomy, but Alan was also a writer, researcher, and physician who saved the lives of several thousand tuberculosis patients through modern x-ray diagnoses.

Dora (Dorchen) Richter (*1891 †unknown)

Dora “Dorchen” Richter is a historically important trans* woman. She was the first known person in Germany to undergo complete gender reassignment between 1922 and 1931. Dorchen worked as a domestic servant alongside several other trans* people for Magnus Hirschfeld, the director of the Berlin Institute for Sexual Sciences, until it was attacked and destroyed by a Nazi mob in 1933. It is unclear, however, whether Dora was murdered in this attack or died at the hands of Nazis over the next few years, as there were no further records of her from that day on.

Lucy Hicks Anderson (*1886 †1954)

Lucy Hicks Anderson was a true trans* pioneer of her time. Even as a young child, she told her parents that she preferred to be a girl and be called Lucy. Lucy married two men in her life and fought for legal effectiveness of her marriage, as she was assigned to the male gender at birth. This made her a very early campaigner for marriage for all as well as for the rights of trans* people.

Willmer “Little Axe” Broadnax (*1916 †1992)

Willmer Broadnax, one of the first recorded POC trans* men in the U.S., is also an exciting trans* personality, although hardly anyone knew him until his death. It was only after he was stabbed to death by his partner in an argument that an autopsy revealed he was a trans* man. Willmer was not an unknown person in his lifetime; he was a nationally famous and popular gospel singer, known by his nickname “Little Axe.”

Toni Simon (*1887 †1979)

Today, we would call Toni Simon a German pioneer of non-binary life. On the occasion of Toni’s seventieth birthday in 1956, a collage of Toni’s various phases of life was created, which was then also sent as a postcard. In it Toni can be seen in different gender roles at a time, especially at the beginning Toni was mostly in male military uniforms and suits. As Toni grew older, Toni chose increasingly fancy dresses. Doing so, Toni wanted to break the rules of binarity and proved that gender binaries can be broken.

More tips for trans* people

Here are further ideas for trans* people in a workplace:

  • Seek allies and role models within the company.
  • If possible, work with the company to create a communication and action plan.
  • Very important: You set the pace!
  • Network with the LGBTIQ network, if one exists. We have compiled a list of LGBTIQ networks in companies and organizations.

Tips for Companies and Allies

  • A Transition Guide clearly specifies who is responsible. Note: the trans* person determines the pace and whether an action should be implemented. Every transition is individual
  • Enable name and pronoun changes before the official decision is made.
  • Training sensitize HR and management
  • Establish and strengthen an internal LGBTIQ network with dedicated trans contact persons
  • Inform about the topic trans*
  • Use gender inclusive language, ask for a person’s pronouns so they use the one chosen by the trans* person and not their deadname. Deadname is the old, discarded name of a trans* person.
  • Only ask questions that you would answer yourself
  • Consciously stand up for the rights and against the discrimination of trans* persons

Advice centers

Bundesverband trans*

“The Bundesverband Trans* (BVT) sees itself as a federation of individuals, groups, associations, federations and initiatives at regional, state and national level whose common endeavor is the commitment to gender diversity and self-determination and the commitment to human rights in terms of respect, recognition, equality, social participation and health of trans persons or persons not located in the binary gender system.”

Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.

“The dgti has set itself the goal of promoting the acceptance of transidents within society and counteracting their stigmatization. It should advise and support those affected and interested, if this is desired. An essential aspect of the work should be the (re-)integration of affected persons into the work process, in order to counteract the danger of social decline, which is still associated with social change today. It advocates more openness to one’s own identity and takes into account the diversity of human existence.”

Transmann e.V.

“Nationwide, volunteer-based, non-profit association for all woman-to-male (FzM/FtM) trans* and inter* people.”

TransInterQueer e.V.

“TrIQ is a social center and a politically, culturally and in the research field active association, which stands up for trans, intersex and queer living people in Berlin and beyond.”

Trans*Inter*Beratungsstelle

“The project of the MĂĽnchner Aids-Hilfe e.V. is equally there for trans* and inter* people as well as their relatives and friends.”

TGEU

“TGEU is a membership-based organization that was founded in 2005. Since then, TGEU has steadily grown and established itself as a legitimate voice for the trans* community in Europe and Central Asia, with 157 member organizations in 47 different countries.”

Trans* Awareness Week und Trans Day of Remembrance

Die Woche vom 14.-20. November 2022 ist trans* Awareness Week. Hierbei geht es vor allem darum Sichtbarkeit fĂĽr die trans* Community zu schaffen und auf Probleme aufmerksam zu machen, denen trans* Menschen jeden Tag entgegentreten mĂĽssen. Zu Ende geht diese Woche am 20. November mit dem trans* Day of Remembrance, welcher als internationaler Gedenktag fĂĽr trans* Personen gilt, die im letzten Jahr durch trans*feindliche Gewalt zu Tode gekommen sind. Aus diesem Anlassen rufen wir zur Solidarisierung und zum aktiven Einsatz fĂĽr die Rechte von trans* Menschen auf und fordern dies auch von seiten der Politik.

Um der Geschichte der trans* Community Sichtbarkeit zu verleihen, stellen wir euch in diesem Beitrag fĂĽnf historische trans* Pionier_innen vor.

Alan L. Hart (*1880 †1962)

Alan L. Hart war ein trans* Mann, der nicht nur als erste Person in den USA eine vollständige Gebärmutterentfernung erhielt, sondern war Alan auch Schriftsteller, Forscher und Arzt, welcher durch moderne Röntgendiagnosen mehreren tausend Tuberkuloseerkrankten das Leben rettete.

Dora (Dorchen) Richter (*1891 †unbekannt)

Ebenso Dora „Dorchen“ Richter ist heute eine historisch wichtige trans* Frau. Sie war die erste bekannte Person Deutschlands, die sich zwischen 1922 und 1931 einer kompletten Geschlechtsangleichung unterzog. Dorchen arbeitete als Hausangestellte neben einigen anderen trans* Personen für Magnus Hirschfeld, dem Leiter des Berliner Institutes für Sexualwissenschaften, bis dieses 1933 von einem Nazimob angegriffen und zerstört wurde. Unklar ist jedoch ob Dora bei diesem Angriff ermordet wurde, oder im Laufe der nächsten Jahre durch Nazis ums Leben kam, denn ab diesem Tag gab es keine weiteren Aufzeichnungen von ihr.

Lucy Hicks Anderson (*1886 †1954)

Eine echte trans* Pionierin ihrer Zeit war auch Lucy Hicks Anderson. Schon als kleines Kind sagte sie ihren Eltern, dass sie lieber Mädchen sein und Lucy genannt werden wollte. Lucy heiratete zwei Männer in ihrem Leben und kämpfte für dessen rechtliche Wirksamkeit, da sie bei der Geburt dem männlichen Geschlecht zugeordnet wurde. Dies machte sie zu einer sehr frühen Kämpferin für die Ehe für alle sowie für die Rechte von trans* Menschen.

Willmer “Little Axe” Broadnax (*1916 †1992)

Auch Willmer Broadnax, einer der ersten aufgezeichneten POC trans* Männer in den USA, ist eine spannende trans* Persönlichkeit, obwohl dies bis zu seinem Tod kaum jemand wusste. Erst nach dem er in einem Streit von seiner Partnerin erstochen wurde, stellte sich bei der Autopsie heraus, dass er ein trans* Mann war. Willmer war in seiner Lebenszeit keine unbekannte Person, er war ein national berühmter und beliebter Gospelsänger, bekannt unter seinem Spitznamen „Little Axe“.

Toni Simon (*1887 †1979)

Toni Simon würden wir in der heutigen Zeit als deutsche_r Pionier_in der Nicht-Binärität bezeichnen. Anlässlich Tonis siebzigsten Geburtstages wurde 1956 eine Kollage von Tonis verschiedenen Lebensphasen erstellt, welche dann auch als Postkarte versendet wurde. Darin ist Toni in für diese Zeit verschiedenen Geschlechterrollen zu sehen, vor allem zu beginn steckte Toni eher in männlichen Militäruniformen und Anzügen. Als Toni dann älter wurde wurden es dann vermehrt ausgefallene Kleider. Hiermit wollte Toni vor allem die Regeln der Binarität brechen und beweisen, dass man diese Grenzen auch überschreiten kann.

Weitere Tipps fĂĽr trans* Personen

Die zitatgebenden Personen bieten bereits einen Einblick in Unterstützungsmöglichkeiten. Hier auf einen Blick ein Auszug zu weiteren Hilfestellungen:

  • Suchen Sie VerbĂĽndete und Role Models im Unternehmen
  • Wenn möglich, legen Sie mit dem Unternehmen gemeinsam einen Kommunikations- und Vorgehensplan an.
  • Ganz wichtig: Sie bestimmen das Tempo!
  • Vernetzen Sie sich mit dem LGBT*IQ-Netzwerk, falls ein solches vorhanden ist. Wir haben eine Liste von LGBT*IQ-Netzwerken in Unternehmen und Organisationen zusammengestellt.

Tipps fĂĽr Unternehmen und Allies

  • Ein Transition Guide gibt klar vor, wer zuständig ist. Beachte: die trans* Person bestimmt das Tempo und ob eine MaĂźnahme umgesetzt werden soll. Jede Transition ist individuell
  • Namens- und Pronomenänderung schon vor amtlicher Enscheidung ermöglichen
  • Schulungen sensibilisieren HR und FĂĽhrungskräfte
  • Aufbau und Stärkung eines internen LGBT*IQ-Netzwerk mit eigenen Ansprechpartner_innen fĂĽr trans*
  • Informieren Sie sich ĂĽber das Thema trans*
  • Nutzen Sie eine genderinklusive Sprache, fragen Sie nach den Pronomen einer Person, damit sie die von der trans* Person gewählten und nicht deren Deadname verwenden. Unter Deadname versteht man den alten, ablegten Namen einer trans* Person.
  • Stellen Sie nur Fragen, die Sie auch selbst beantworten wĂĽrden
  • Setzen Sie sich bewusst fĂĽr die Rechte und gegen die Diskriminierung von trans* Personen ein

Beratungsstellen

Bundesverband trans*

“Der Bundesverband Trans* (BVT*) versteht sich als ein Zusammenschluss von Einzelpersonen, Gruppen, Vereinen, Verbänden und Initiativen auf Regional-, Landes- und Bundesebene, deren gemeinsames Bestreben der Einsatz fĂĽr geschlechtliche Vielfalt und Selbstbestimmung und das Engagement fĂĽr die Menschenrechte im Sinne von Respekt, Anerkennung, Gleichberechtigung, gesellschaftlicher Teilhabe und Gesundheit von trans* bzw. nicht im binären Geschlechtersystem verorteter Personen ist.”

Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V.

“Die dgti hat sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz von Transidenten innerhalb der Gesellschaft zu fördern und deren Stigmatisierung entgegenzuwirken. Sie soll Betroffene und Interessierte beraten und betreuen, sofern dies gewĂĽnscht wird. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit sollte die (Re-)Integration von Betroffenen in den Arbeitsprozess sein, um so der Gefahr des sozialen Abstiegs zu begegnen, der heutzutage noch mit dem sozialen Wechsel verbunden ist. Sie tritt fĂĽr mehr Offenheit der eigenen Identität gegenĂĽber ein und trägt der Vielfalt menschlichen Daseins Rechnung.”

Transmann e.V.

„Bundesweiter, auf ehrenamtlicher Basis agierender und gemeinnĂĽtziger Verein fĂĽr alle Frau-zu-Mann (FzM/FtM) Trans* und Inter*-Personen.“

TransInterQueer e.V.

“TrIQ ist ein soziales Zentrum und ein politisch, kulturell und im Forschungsbereich aktiver Verein, der sich fĂĽr trans-, intergeschlechtliche und queer lebende Menschen in Berlin und darĂĽber hinaus einsetzt.”

Trans*Inter*Beratungsstelle

„Das Projekt der Münchner Aids-Hilfe e.V. ist gleichermaßen für trans* und inter* Menschen sowie deren Angehörige und Freund_innen da.“

TGEU

“TGEU ist eine mitgliederbasierte Organisation, die im Jahr 2005 gegrĂĽndet wurde. Seitdem ist TGEU stetig gewachsen und hat sich mit 157 Mitgliedsorganisationen in 47 verschiedenen Ländern als legitime Stimme fĂĽr die trans* Gemeinschaft in Europa und Zentralasien etabliert.”